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Bärenstarke "Euro Teddy"-Herbstmesse 2010 in Essen

Verfasser: Martin Brand Essen, 20.10.2010, 07:50 Uhr
Presse-Ressort von: Martin Brand Bericht 9712x gelesen
Glänzende Augen, kuschliges Fell und ein nettes Lächeln
Glänzende Augen, kuschliges Fell und ein nettes Lächeln  Bild: Martin Brand

Essen [ENA] 4. Oktober 2010 -Glänzende Knopfaugen, kuschliges Fell, liebevoll bestickte Tatzen und ein nettes Lächeln im Gesicht. So ein Teddy kann nicht nur echte Liebhaber verzaubern. Am Wochenende öffneten sich im Essener Congress Center die Tore der Euro Teddy mit der Europameisterschaft der Teddymacher.

Die "Euro Teddy" zählt zu den größten Ereignissen ihrer Art im deutschsprachigen Raum und ist eine der wichtigsten Veranstaltungen für alle Liebhaber der schnuckeligen Gesellen. So besuchten nach Veranstaltungsangaben etwa 9000 Bärenfans am Wochenende die 17. "Euro Teddy 2010". Mitorganisator und Herausgeber des BärReports Walter Neumann hieß die wartenden Teddyfreunde herzlich willkommen, bevor die "Euro Teddybär" 2010 offiziell um 10 Uhr eröffnet wurde.

Russische Ausstellerin
Englischer Aussteller
Australischer Aussteller

Nun war es an den Besuchern, die drei Messehallen in Augenschein zu nehmen, in denen rund 200 Aussteller, die größtenteils aus dem deutsch-sprachigen Raum, sowie aus Großbritannien, den Niederlanden, Belgien und Frankreich kamen. Aber auch wunderbare Kreationen aus Russland und Australien konnte man auf der Messe bewundern. Ein lebensgroßer Bär empfängt freundlich zugewandt die zahlreichen Besucher, und im Ausstellungsraum für kunstvoll geschneiderte und gebastelte Bären drängen fotografierende Sammler, um sich noch lange an den winzigen, nackten, auf alt getrimmten, gekleideten und handgestrickten Bären zu erfreuen.

Fotografierende Besucherin
Hauptstadt der Teddybären
Sammler oder Fan?

Die Kulturhauptstadt Essen 2010, sagt "Kölle" Neumann (Köln) sei ebenso die "heimliche Hauptstadt der Teddybärenszene". Deshalb sind wieder alle gekommen, die der kultigen Bärenwelt angehören, ebenso waren auch die bekannten Manufakturen wie Steiff, Kösen oder Teddy Hermann mit ihren Herbstneuheiten vor Ort vertreten. Auch passionierte Kreative kamen bei der "Euro Teddy" nicht zu kurz. Zahlreiche Händler boten eine riesige Auswahl an Stoffen, Zubehör, Bärenbekleidung und Accessoires. Außerdem wurden Kurse abgehalten, bei denen Interessierte neue Techniken erlernen konnten.

Schüler mit Gesellenstück
Erfahrene Kunstnäherin
Gut besuchter Nähkurs

So verschieden wie die Bären auch im Charakter sind, durch ihre speziellen Nasen bleiben sie unverkennbar. Diese Nase ist im Laufe der Zeit das Markenzeichen der Bären geworden. Manche haben Riesenfüße, Riesenaugen, das Plüsch gewordene Kindchenschema. Besonders, wenn sie weiß sind und ihre großen Kulleraugen noch auf und zumachen können wie z.B. bei der Bärenkünstlerin Barbara Nachtigall.

Manche Bärenkünstler schaffen ihrem Bären den Lebensraum gleich mit, setzen ihn mit "Bärsil" in einen "Waschbärsalon" oder mit Apfel, Kürbis und in ein Rembrandt Stillleben. Das nennt man "Tableau", und Walter Neumann, eine Art Über-Vater aller dieser Plüsch-Petze, freut's: "Die Leute sind wieder kreativer geworden." Immer schwieriger würden die Modelle, immer sauberer in der Verarbeitung: "Das ist in der Schuh- oder Kleidermode doch genauso. Sie müssen ständig besser werden, sonst haben sie keine Chance."

Die unzähligen Künstlerbären-Unikate haben wieder einmal bewiesen, wie bunt und vielfältig ihre Welt ist. Farbenfrohe und verrückte Wesen waren hier genauso zu finden wie klassische Bären oder Naturbären. Manchmal mit frecher Kleidung oder passenden Accessoires und manchmal einfach „Bär pur“ wie bei der mehrfach prämierten Teddykünstlerin Silvia Gilles aus Troisdorf bei Köln mit ihrem 35 cm großen Bär "Manu".

Silvia Gilles mit Siegerbär
"Manu"-Bär mehrfach prämiert
"Jona", Bruder von "Manu"?

Wer ist der schönste Teddy im weiten deutschen Lande? Diese Frage wurde wieder bei der 17. Europameisterschaft der Teddybärenmacher auf der "Euro Teddy" Messe in neun Kategorien am Sonntag von der Jury, (Bild, vl. Ute Seidel-Hartung, Dipl. Designerin, Bildhauerin, Annekartrin Mehlan, Dipl. Designerin, Rüiger Lübben, Veranstalter des Ladbermer Bärenfestes), die aus anerkannten Experten bestand, gekürt.

Teddybären historisch - Teddybären gibt es schon immer. Jedenfalls in fast jedem Kinderleben und in der Erinnerung der Eltern, immer schon gab es einen Teddy an unserer Seite. Der Legende nach bekamen sie ihren Namen durch einen Jagdausflug des amerikanischen Präsidenten Theodore (Teddy) Roosevelt, der sich weigerte, ein an einen Baumstumpf angebundenes Bärenkind zu erschießen (das wurde aber laut Legende von einem seiner Kollegen mit einem Jagdmesser getötet).

Davon inspiriert bastelten demnach die russischen Einwanderer Morris und Rose Michtom einen Bären für ihr Schaufenster und erhielten die ganz offizielle Erlaubnis, ihn Teddy’s Bear zu nennen. Aufgrund der steigenden Nachfrage gründeten die beiden schließlich die Ideal Novelty and Toy Company und schufen den Gelenkteddy. Ihm zu Ehren finden weltweit immer wieder Messen statt, die größte mit 200 Ausstellern ist die Euro-Teddy in Essen.

Karin De Lorenzo
Teddbär Expertise
Liebespärchen

Mehr Fotoimpressionen unter www.brand.en-a.de - --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Infolink: BärenReport: www.baerreport.de - Geschichte der Margarete Steiff: www.steiff.de - Nächste Messe ist die "Teddybär Welt" in Wiesbaden, März 2011.

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